1.–3. Ausbildungsjahr

Malerei aus der Farbe

img_8561

Der goethesche Farbkreis und die Weiterentwicklung des Farbkreises von Rudolf Steiner, sind die Grundlagen der ungegenständlichen Malerei, die ganz mit den Kräften der Farben gestaltet.

Monochrome Farbstudien, der Farbklang verschiedener Farben untereinander, die Farben im Zusammenspiel mit Schwarz und Weiß und die Farbdynamik, werden hier mit Aquarell, Pigmenttechnik, Gouache … erarbeitet.Es stellt immer wieder die Farbe den Maler vor die Frage, wie sie gestaltet werden will, wie der Farbauftrag ihren Ausdruck akzentuiert oder zurücknimmt, wie eine zweite Farbe die erste steigert und so ein Dialog auf dem Blatt beginnt.

Die Mischungsarten, die durch Übermalung, durch Mischen auf dem Teller und durch transparente Farbschichten entstehen, werden uns in vielfacher Weise beschäftigen.

 

Gegenständliches Zeichnen – am Portrait, Stllleben und dem Akt

Zum zeichnerischen Erfassen, der uns umgebenden Natur (Mensch, Stillleben, Tiere und Landschaft …) gehört, neben dem Studium der Proportion und Perspektive, auch ein experimenteller Ansatz. Hier werden die Formen und Hell/Dunkelwerte der Natur als eigenständige Gegenimg_5401standsbereiche mit unterschiedlichen Zeichentechniken
erfahrbar gemacht. Tuschen und verschiedene Mischtechniken führen hierbei zu einem neuen Umgang mit der Gegenstandswelt und damit auch zu einer Selbsterfahrung im Kontakt mit dieser. Denn die gewohnte Art der Wahrnehmung wird im zeichnerischen Umgang durch den Gegenstand neu inspiriert und führt dadurch auch zu Ausdrucksformen, die bislang nur dunkel geahnt waren.

 

 

Abstaktionslehre

img_0373Fläche und Linie sind selbstständige Kräfte der Zeichnung und der Malerei. Sie haben ein Existenzrecht neben der Natur und können zu Gestaltungen führen, die jeglicher Assoziation von Gegenständen entbehren. Wie steht eine Fläche im Format der Leinwand oder dem Blatt, wie gestaltet sich eine zweite Fläche hinzu … oder was macht die Linie mit dem Weiß unseres Bildträgers?

Unter dieser Voraussetzung können spielerische Kompositionen erarbeitet werden, die ganz frei von gegenständlichen Merkmalen stehen können oder der natürlichen Welt zu einer neuen und erfrischenden Daseinsform verhelfen.

 

Akt Figur und Portraitmalerei

lidi2Die im Zeichnen gewonnenen Fähigkeiten finden hier, gepaart mit der farbigen Fläche, zu neuen Ausdrucksformen der Figur und dem Portrait. Wir arbeiten meist am Modell und werden unsere Werke mit Pigment-, Gouache- oder Acrylfarben meist auf Leinwand, Pappe und Papier, auch als Collagen, umsetzen. Die Kunstbetrachtung der neueren Zeit wird uns immer wieder neue Anregungen in diese Arbeit liefern.

Das klassische Gebiet der Malerei stellt uns vor die Herausforderung, bereits gebildete Formen des Ausdrucks zu überwinden und den Schritt durch eine aktive und wache Seelenhaltung zu einer synthetischen Form zu finden – ein nie abgeschlossener Prozess!

 

Kunstbetrachtung, Farbenlehre

goethe_farbenkreis_zur_symbolisierung_des_menschlichen_geistes-_und_seelenlebens_1809-jpg-htmlTexte aus der Kunsttheorie und Bildbetrachtung helfen in einer Malausbildung den Entwicklungsverlauf der eigenen Person durch den Werdegang der Epochen und Stilrichtungen zu reflektieren. Wie können sich Begriffe mit dem Gegenstand „Kunst“ verbinden, sodass daraus eine fruchtbare Blicklenkung auf das Bild, das Objekt … und den künstlerischen Prozess entsteht.

Der Unterrichtsaufbau hat immer Schwerpunktthemen, die ein Trimester (z.B. von Oktober bis Dezember) andauern und durch die oben beschriebenen Fächer akzentuiert sind.

Die Arbeiten der Studenten werden thematisch in gemeinsamen Bildbesprechungen reflektiert, wo es nicht auf die Bewertung der Blätter oder Studierenden ankommt. Dieses Kolloquium dient der Bewusstmachung der einzelnen bildnerischen Mittel so, wie sie in einer Arbeit in einen Zusammenhang gebracht worden sind und den Ausdruck des Werkes in die eine oder andere Richtung modifizieren.

4. Studienjahr

Im vierten und letzten Jahr der Ausbildung wird der Student ein eigenes Thema mit einem offenen Konzept erarbeiten.

Die künstlerische Umsetzung findet in einer Ausstellung ihren Abschluss, bei der es zur Diplomverleihung kommt. Dieses Diplom dokumentiert die Dauer und den Inhalt der Ausbildung und beschreibt das Abschlussthema. Unser Diplom besitzt keine staatliche Anerkennung.
Marerialiste
Studiendauer

Das Studium ist aufgeteilt in drei Trimester pro Jahr, mit durchschnittlich 12 Wochen pro Trimester. Die Ausbildung umfasst jährlich 37 Wochen und 14 Tage Landschaftsmalerei, d.h. ca. 620 Stunden Unterricht pro Jahr. Das erste Ausbildungsjahr kann auch seperat als Weiterbildung besucht werden. Dann besteht die Möglichkeit, einen Teil der Kosten für die Weiterbildung durch den Bildungscheck oder die Bildungsprämie erstattet zu bekommen.

Studienbeginn

Den aktuellen Termin bitte erfragen. Das Einsteigen in ein laufendes Studium ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Stundenplan

Montag bis Mittwoch: 9.30 bis 14.30 Uhr

Montag
09.30-12.00 Uhr Kunstbetrachtung, Farbenlehre
12.30-14.30 Uhr Zeichnung oder Abstrakte Komposition

Dienstag
09.30-12.00 Uhr Malerei
12.30-14.30 Uhr Malerei

Mittwoch
09.30-12.00 Uhr Malerei
12.30-14.30 Uhr Malerei

Kosten

Monatsbeitrag 230 € | Jahresbeitrag 2760 €

Bankverbindung: Novalis Hochschulvereins DE49 4306 0967 0000 2727 00
Anmeldung

Die Weiterbildung kann durch die Bildungspräme des Bundes oder dem Bildungscheck NRW zu 500,-€ gefördert werden. (Bei Interesse bitte uns vorher kontaktieren)

Aufnahme

Zur Aufnahme in das Studium vereinbaren Sie einen Termin für ein Bewerbungsgespräch, zu dem Sie gegebenenfalls vorhandene Arbeiten mitbringen können.
Unterrichtsbereiche

Der Unterrichtsschwerpunkt liegt im Malerisch-Praktischen, begleitet von zeichnerischen Übungen und Epochen in Kunstbetrachtung und Farbenlehre.

Die jährliche Landschaftsmalwoche in mediterranen und anderen inspirierenden Gegenden ist einer der Höhepunkte im Studienverlauf. Die Kosten hierfür sind aber nicht im Studienbeitrag enthalten.

Die Beteiligung an künstlerischen Aktionen im öffentlichen Geschehen ist angestrebt, aber kein fester Bestandteil des Studiums.