Die Berufsbegleitende Malausbildung starten im Januar 2022  und wird in einem Aufbau von 4 Jahren zu einem zertifizierten Abschluss führen.
Die Ausbildung findet an 6 Wochenenden im Jahr (Freitag – Sonntag) statt und wird von 6 weiteren Zoom-Konferenzen begleitet, die zwischen den Malwochenenden einer Arbeitsbesprechung der entstandenen Blätter oder Leinwände dienen.  
Nach einem abgeschlossenen Jahr veranstalten wir eine gemeinsame öffentliche Ausstellung, in der die gewonnenen Fähigkeiten reflektiert und ein Geschick für die Präsentation der Werke und Studien erworben wird.
Nach den vier Jahren veranstalten die Absolventen eine Abschlussausstellung, in der sie Ihre individuelle Thematik als Jahresarbeit des vierten Ausbildungsjahres präsentieren.  

1. Jahr
Malerei aus der Farbe (Farbdynamik)
Mit der Aquarellfarbe und den Gouachen werden wir den Charakter der drei Grundfarben als monochrome Qualität und in ihren Bezügen untereinander erarbeiten.
Hierbei werden die Farben des Farbkreises nicht als stillstehend oder statisch aufgefasst, sondern aus der Bewegung ihres Eigenwertes im Malprozess ergriffen.
Gelb unterscheidet sich nicht allein durch den Helligkeitswert vom Blau – es trägt darüber hinaus noch die Eigenschaft eines Glanzes, der exemplarisch bei Turner in beleuchteten und ausstrahlenden Zonen des Bildes Verwendung fand – in seinen letzten Werken scheint er dann die Farbe Gelb fast gänzlich von der Gegenständlichkeit gelöst zu haben, um ihrem Eigenwert frei zu entfalten.  Das Blau hingegen kann in seiner formenden Kraft bis ins Indigo gesteigert werden und dem Bilde Raum und Tiefe verleihen. Die Tatsache, dass Rot als Signalfarbe in unserem Alltag Verwendung findet gibt Auskunft über seine Position in der Farbperspektive – es tritt nach vorn und lenkt die Aufmerksamkeit auf sich.
Mit der Schichttechnik wird die Intensität der Farbe durch die Überlagerungen gesteigert und allmählich zur Gestalt und Komposition entwickelt.
Unterstützt wird die Arbeit mit Auszügen aus den Farbenlehren Johann Wolfgang Goethes und Rudolf Steiners. Auch ein Blick in die Kunstgeschichte soll durch Bildbetrachtungen unsere Arbeit unter


Graphisches Arbeiten (Hell/Dunkel-Komposition und gegenständliches Zeichen)
In der Arbeit mit den Kräften des Hell und Dunkel werden wir uns dem Stillleben und freien ungegenständlichen Kompositionsstudien widmen.
Hierbei werden unterschiedliche Techniken zur Anwendungen kommen. Graphit, Kohle, Tusche, wasserlösliche Stifte und Drucktechniken sollen uns zu einer freien und experimentellen Auseinandersetzung anregen.

2. Jahr
Fläche und Form (Abstrahierende Farbkompositionen)
Die Dynamische Farbauffassung aus dem ersten Jahr führt uns im weiterem Verlauf der Malausbildung zu einem expressiveren Umgang mit der Farbe und dem Material.
Wie ein guter Zeichner die Fähigkeit erlangt einen Gegenstand dadurch zu charakterisieren, dass er das Wesentlich z.B. einer menschlichen Gestalt mit wenigen Strichen ausdrückt, so werden wir auch in der Farbe allmählich zu einer unmittelbareren Ausdrucksform fortschreiten.
Fläche und Form werden im Zusammenhang mit den Farbqualitäten erarbeitet. Hierbei wird die Farbe nicht mehr durch das Schichten aufgebaut, sondern als Fläche in unser Blatt oder die Leinwand gesetzt.
Es wird ein Malprozess angeregt, der mehr auf das Ganze unseres Formates gerichtet ist.

Graphisches Arbeiten
Unsere malerische Arbeit wird stets befruchtet und angeregt werden von der Graphik – der Erarbeitung von Fläche und Linie.
Beide (Linie und Fläche) sind formale Elemente, die in der graphischen Arbeitet experimentell und spielerische auch im zweiten Jahr zur Anwendung kommen.
Gegenständliche Bezüge werden wir in der menschlichen Gestalt, bzw. der Aktzeichnung und in gegenstandslosen Studien mit unseren graphischen Mitteln erarbeiten.

3. Jahr
Schwarz und Weiß sind Farben (transparente und deckende Malerei)
Das dritte Maljahr knüpft an die gebildeten Fähigkeiten an und führt uns durch das Ergreifen der Farben Schwarz und Weiß in der Malerei zu einem unmittelbareren Bildaufbau.
Schwarz und Weiß werden jetzt so in die Malerei eingeführt, dass die drei Grundfarben und ihre Mischungen an und über Schwarz entwickelt werden.
Fläche und Farbperspektive kommen jetzt zu einer expressiven Anwendung in der Malerei und fordern ein selbstbewußteres Ergreifen und Bestimmen des Malprozesses.
Ein gutes Pigment besitzt wenig oder kein Füllstoff und wirkt dadurch in seiner Transparents am intensivsten. Durch die Beimischung von Schwarz und Weiß in die Grundfarben, erhalten wir zu den neuen Farbtönen auch eine Dichtigkeit in der Maltechnik, die in hervorragender Weise mit transparenten Bildzonen in Spannung gesetzt werden kann.

Graphisches Arbeiten und Collage
In der Graphik werden wir jetzt auch die Farben des Farbkreises zum Schwarz/Weiß einführen.
Während in den ersten beiden Jahren noch Graphik und Malerei getrennt erprobt wurden sind, soll im dritten Jahr mit unterschiedlichsten Techniken die Zusammenführung schöpferisch und individuell geschehen.
Collage, Drucktechnik, Arbeiten mit Wachs und gegebenenfalls auch Keramik werden als Techniken eingeführt.

4. Jahr
Im vierten Jahr sind die TeilnehmerInnen mit der Umsetzung eines selbst entwickelten Konzeptes befasst. Anders ausgedrückt, sollen die TeilnehmerInnen die gewonnenen Fähigkeiten an einem eigenen Thema entwickeln.
Die Dozenten begleiten diese Arbeit und geben je nach Bedürfnis Anregungen zur Vertiefung oder Erweiterung einer Jahresarbeit. Auch die Beschäftigung und Bezugnahme an Vorbildern der Kunstgeschichte kann in diese Arbeit einfließen.
Wie bereits oben erwähnt, mündet die Ausbildung in einer Präsentation (Ausstellung) der im Abschluss entwickelten Bilder.

Anmeldung

Terminkalender 2022

Materialliste

Zeiten Präsentsunterricht
Freitag: 17 – 21 Uhr
Samstags: 13 – 18 Uhr
Sonntags: 10 – 15 Uhr
Zeiten Zoom
Samstag 14 – 16 Uhr