Die Geste im Bild
Laufzeit: 13.-16. Oktober 2022
Dozent: Jan Holthoff

Bild: Susanne Frisch Trebing

Die gestische Malerei ist Ausdruck eines Emanzipationsaktes in der Malerei, der den Malprozess zum zentralen Gegenstand selbst erhob, um sich gegen die formalistischen Positionen der wahrnehmungspsychologischen Farbfeldmalerei abzusetzen. Bekannte Höhepunkte finden sich in der Nachkriegsmalerei der 40er-60er Jahre im deutschen Informel, dem Tachismus oder Abstrakten Expressionismus. Joan Mitchell, Willem de Kooning, Franz Kline oder Pierre Soulages und Emil Schumacher oder KO Götz gehören wohl zu den Heroen dieser Malerei. Nach einer langen Zeit der Abkehr von dieser bildnerischen Auseinandersetzung findet heute in der jungen Malergeneration eine Renaissance der im Bild zelebrierten Geste statt, und auch in großen Ausstellungen über Joan Mitchell oder etwa Hans Hartung und anderen Zeitgenossen der Nachkriegszeit wird die kunstgeschichtlich verankerte Malerei dieser Epochei wieder gewürdigt. In dem Workshop „Die Geste im Bild“ wollen wir uns der bewegten Geste hinwenden, so wie sie den eigenen Prozess ihrer Entstehung bezeugt, sich durch Verweise auf eine außer ihr gelegene Bezüglichkeit inhaltlich auflädt oder durch andere kompositorische Momente wie Flächen und Farbformen kontrastiert werden kann. Wir werden erleben, wie das gestische Bild eine stark körperliche Komponente aufweist, mit Aktion und Choreographie, also mit Bewegung, Geschwindigkeit verbunden ist und eine große Sensibilität für das Werkzeug Pinsel und für das „Material“ Farbe erfordert.

Mitzubringende Materialien: Acrylfarben, Borstenpinsel in verschiedenen Breiten, Leinwände, Papierblöcke 300 Gramm (ca. 40 x 60 cm), Klebeband

Kosten 350€
Kosten für Teilnehmerinnen der FAfM 300€

Novalis Hochschulvereins
GLS Bank Bochum
GENODEM1GLS
DE49 4306 0967 0000 2727 00

DO 13.10. 17 – 21 UHR
FR 14.10. 17 – 21 UHR
SA 15.10. 13 – 18 UHR
SO 16.10. 10 – 15 UHR